Pressemitteilung zu den Aussagen des deutschen Außenministers Herrn Heiko Maas

Köln, 03.07.2020 – Die über die ganze Welt wütende Pandemie zeigte der Menschheit, dass in Krisenzeiten Solidarität und Zusammenarbeit, ohne jegliche Einschränkungen, selbstverständlich für die Bekämpfung dieser sein muss. Bündnisse und Gemeinschaften zeigten teilweise ihre Ohnmacht.
Genau in dieser Phase stellte die Türkei unter Beweis -wie von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt und honoriert- eine im Vergleich überdurchschnittliche Disposition und konnte dadurch anderen Staaten und Bündnissen, -wie z.B. neben zahlreichen weiteren- Italien und Spanien, zur Hilfe eilen.


Die deutsch-türkische Community unterstützte parallel diese Solidarität Vor-Ort in vielen Ländern, vor allem in Deutschland, tatkräftig.
Auch wurden seitens der Türkei frühzeitig Vorkehrungen und neue Infrastrukturen geschaffen, um den Gästen und den Menschen Sicherheit zu bieten.


So wurden der ROYALCERT und der TÜV Süd mit der Überprüfung von Standards und Vorkehrungen in Hotels, vor allem in der Pandemie, beauftragt, die dann die sehr guten Vorkehrungen und Konzepte der Hotels durch Auszeichnungen bestätigten.


„Auch das Entgegenkommen der Türkei bezüglich der Behandlungskosten bei erkrankten Personen, ganz egal welcher Nationalität, bestätigt und gerechtfertigt vollumfänglich das berechtigte Selbstvertrauen der Türkei. Daher wird die Reisewarnung für die Türkei nicht nur von der deutsch-türkischen Community, sondern auch vom Großteil der Bundesbürger, als rein wirtschaftlich- bzw. politisch empfunden und entbehrt sich jeglicher Transparenz und Logik“, teilt Bülent Bilgi, Vorsitzender der UID, mit.

„Die UID sieht sich darin verpflichtet und verantwortlich, die Unklarheiten zugunsten unserer gemeinsamen Gesellschaft aus dem Weg zu räumen. Die Aussagen und Reisewarnung in die Türkei spiegeln nicht die von der Türkei in der Notlage bewiesene und reale Partnerschaft wieder. Zudem sorgen die Aussagen des deutschen Außenministers, Herrn Maas, für Verwirrung“, fügt Bilgi hinzu.


Hintergrund der Verwirrung sind die schwämmigen und unzureichend, nahezu mangelhaften Informationen des deutschen Außenministers, der „Besuche von Familienangehörigen von der Quarantäne-Verpflichtung befreit“.


Damit weder die deutsch-türkische noch die gemeinsame Gesellschaft einen Schaden erleidet und daher das Vertrauen schwindet, verlangen wir von der Bundesregierung, dass klar definiert wird, welchen Umfang die Quarantäne-Befreiung umfasst.

Fragen, wie
Wer zählt zur Familie?
Wird hier von Verwandtschaft gesprochen?
Was passiert mit den Behandlungskosten und der arbeits- gesundheits- und sozialrechtlichen Absicherung der infizierten Personen?
Soll belegt werden, dass die Familienangehörigen besucht wurden, wenn ja, wie soll dies geschehen?
sorgen für Unklarheit.


Die deutsch-türkische Community, ganz egal welcher politischen Einstellung, findet sich neben der offensichtlich rein politisch und wirtschaftlich motivierten Einstufung der Türkei als Risikogebiet benachteiligt und aufgrund dieser unverständlichen Basis der Einstufung in der Reisefreiheit beraubt.


„Gerade in Krisenzeiten müssen Partnerschaften den Inhalt dieser tatkräftig füllen und Solidarität beweisen, damit das Vertrauen gestärkt wird“ fügt Bilgi hinzu.

Die nahezu gesamte deutsch-türkische Community wünscht sich klare und plausible Erklärungen zu den Beweggründen der Reisewarnung, an denen es leider mangelt und bezüglich dessen das Vertrauen schwindet, was die UID tatkräftig für die gemeinsam starke Gesellschaft zu hindern versucht und sich diese ganz oben auf die Agenda gesetzt hat.
Einen Dank an den namhaften Nationalspieler Lukas Podolski, der in Antalya wohnt und seine Freunde mit reinem Gewissen in das für ihn sichere Land einladen möchte.

Wir appellieren an die Bundesregierung Unklarheiten durch detaillierte und eindeutige Informationen bzw. Definitionen zu beheben.

Köln, 03.07.2020

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